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Bundesregierung beteiligt Vermieter an CO2-Kosten beim Heizen

04.04.2022
Bundesregierung beteiligt Vermieter an CO2-Kosten beim Heizen

Die Bundesregierung hat eine Aufteilung der CO2-Kosten beim Heizen zwischen Mietern und Vermietern beschlossen. Eigentümer von Mietimmobilien sollen künftig einen Teil des CO2-Preises auf Erdgas und Heizöl übernehmen - abhängig davon, wie energieeffizient das betreffende Gebäude ist.

Energiebilanz von Mietwohnungen entscheidet über CO2-Kosten

Wirtschaftsminister Robert Habeck, Bauministerin Klara Geywitz und Justizminister Marco Buschmann haben sich bei der Aufteilung der CO2-Kosten auf ein Stufenmodell geeinigt, wie die zuständigen Bundesministerien am Sonntag mitteilten. Vorgesehen sind zehn Einstufungen zur Energiebilanz von Gebäuden. Bei Immobilien mit einer besonders schlechten Bilanz übernehmen die Vermieter 90 Prozent der CO2-Kosten. Entspricht das Gebäude hingegen dem hohen Energiestandard EH55, müssen die Vermieter keinerlei CO2-Kosten tragen.

Je schlechter die Energieeffizienz eines Gebäudes ausfällt - beispielsweise durch eine unzureichende Dämmung oder eine veraltete Heizung -, desto höher fällt die CO2-Last für den Vermieter aus. Dies soll Anreize für energetische Modernisierungen setzen.

Geteilter CO2-Preis ab 2023

Die neue Regelung soll am 1. Januar 2023 in Kraft treten - und damit ein halbes Jahr später, als ursprünglich im Koalitionsvertrag vorgesehen.

In welche Stufe ihre Wohnung fällt, soll Mietern jährlich mit der Heizkostenabrechnung mitgeteilt werden. Vermieter hingegen benötigen Angaben zur Energiebilanz ihrer Immobilie. Perspektivisch soll geprüft werden, ob das System an den Energieausweis gekoppelt werden kann.

Mieter haben CO2-Kosten von mehreren Hundert Euro

Der CO2-Preis auf fossile Brennstoffe wird in Deutschland seit 2021 erhoben. Aktuell liegt er bei 30 Euro pro Tonne CO2 und soll schrittweise auf bis zu 55 Euro im Jahr 2025 steigen.

Der Deutsche Mieterbund geht davon aus, dass ein Musterhaushalt in einer unsanierten Wohnung durch die CO2-Kosten in diesem Jahr mit bis zu 130 Euro bei Gas und 190 Euro bei Heizöl belastet wird. Bis 2025 steigen die Mehrkosten entsprechend auf 240 bzw. 350 Euro.

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft.de

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