Samstag, 03. Dezember 2016
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Biogas

Biogas

Gastarife für den Klimaschutz

Immer mehr Gasversorger bieten alternative Tarife an, mittels derer Verbraucher einen direkten oder indirekten Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten können. Solche Tarife sind zumeist mit Begriffen wie "Biogas", "Ökogas" oder "Klimagas" deklariert und können die verschiedensten Ansätze für einen nachhaltigen Gasverbrauch beinhalten. Kunden, die sich für ein entprechendes Gasprodukt interessieren, sollten sich zuvor einen genauen Überblick darüber verschaffen, welche Umweltziele ein bestimmter Anbieter mit seinem Tarif verfolgt. Von CO2-Zertifikaten über die Förderung internationaler Klimaschutzprojekte bis hin zum Angebot von regenerativ erzeugtem Biogas sind die Möglichkeiten vielfältig.

Klimaprojekte und CO2-Neutralität

Im Allgemeinen zahlen Gaskunden, die sich gezielt für einen bestimmten Ökotarif entscheiden, einen gewissen Aufpreis gegenüber konventionellen Tarifangeboten. Einige Anbieter verwenden die so erzielten Mehreinnahmen, um damit ausgewählte Klimaschutzprojekte in aller Welt zu unterstützen. Auf diese Weise können zum Beispiel die regenerative Energieerzeugung in Entwicklungs- und Schwellenländern, oder auch Umweltmaßnahmen wie Aufforstungsprojekte etc. gefördert werden. Im Fokus steht also eine finanzielle Umverteilung zu Gunsten des Klimaschutzes. Der Kunde in Deutschland bezieht zwar weiterhin konventionelles Erdgas, investiert dadurch aber indirekt in eine nachhaltige Zukunft.

Eine andere Möglichkeit, von der zahlreiche Energieversorger Gebrauch machen, besteht darin, durch den Erwerb von sogenannten Emmissionszertifikaten die CO2-Neutralität des Erdgases zu garantieren. Dem Prinzip nach wird so das freigesetzte, klimaschädliche CO2 an anderer Stelle wieder eingespart. Die Umverteilung durch den Emissionshandel funktioniert dabei nach finanziellen Anreizen. Auch hier bezieht der Verbraucher konventionell erzeugtes Erdgas, leistet durch einen entsprechenden Aufpreis allerdings einen indirekten Beitrag zum Klimaschutz.

Biogas

Die sicherlich effektivste Weise, seinen Gasverbrauch umwelt- und klimafreundlich zu gestalten, ist der direkte Bezug von Biogas. Man spricht dann von Biogas, wenn das Endprodukt aus der Vergärung regenerativer Rohstoffe wie Abfall, Dünger oder Energiepflanzen wie zum Beispiel Mais, Raps oder Zuckerhirse gewonnen wird. Gasversorger, die Biogas anbieten, tun dies zumeist in einem variierenden Mischverhältnis. Dabei wird das herkömmliche Erdgas teilweise oder vollständig durch Biogas ersetzt. Die Verbrennungs-Effektivität von konventionellem Erdgas und nachhaltig produziertem Biogas ist aufgrund des sich entsprechenden Methangehaltes gleich. Zwar wird auch bei der Verbrennung von Biogas klimaschädliches CO2 freigesetzt - aber stets nur genau so viel, wie die verwendeten Pflanzen beim Wachstum bereits gebunden haben. Auf diese Weise wird Biogas zum klimaneutralen Energieprodukt, bei dessen Bezug sich Vebraucher auf einen unmittelbaren ökologischen Effekt verlassen können.

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