Mittwoch, 27. Juli 2016
922 Gasanbieter und 16.166 Gastarife - im Vergleich bei GasAuskunft.de

Gasanbieterwechsel - Die Checkliste für den Gasanbieterwechsel

Checkliste Stromanbieterwechsel

Jeden Winter, wenn die Heizperiode beginnt, flattern die Schreiben der Energieversorger ins Haus und kündigen Preiserhöhungen an. Bundesweit haben in diesem Jahr etwa 79 Gasversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 8,8 % angekündigt. Allgemein gilt: Wer nicht wechselt, zahlt drauf! So sieht die traurige Wahrheit auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt auch im Winter 2010/2011 wieder aus. Es gibt aber auch gute Neuigkeiten: Die Preisunterschiede für Gas sind in Deutschland so hoch wie selten zuvor. Damit steigt das Einsparpotential bei einem Gasanbieterwechsel.

Viele Verbraucher schätzen die Risiken und den Aufwand eines Gasanbieterwechsels als viel zu hoch ein und akzeptieren deswegen notgedrungen die hohen Gaspreise ihres alten Anbieters. Mit einem guten Tarifrechner und einigen Punkten, auf die Verbraucher vor dem Wechsel des Gasanbieters achten sollten, wird der Aufwand minimiert und das Risiko verschwindet gänzlich.

Checkliste Gasanbieter Wechsel

Gasanbieter wechseln – darauf sollten Sie als Verbraucher bei der Gasanbieterwahl achten:

1. Der günstigste Gasanbieter

Generell sieht der Markt der Gasanbieter wie folgt aus: Es gibt 4 große Player, die den Markt regieren und Gaspreise vorgeben. Die 4 großen Gasanbieter in Deutschland sind E.ON, Vattenfall, EnBW und RWE. Daneben gibt es einige Energiediscounter, die wie der Name schon sagt, etwas günstigere Strom- und Gaspreise anbieten. Beispiele für Energiedisounter sind Eprimo, 123energie oder Entega. Hinzukommen die Anbieter von Ökogas bzw. Biogas sowie etliche Stadtwerke und eine Vielzahl von großen und kleinen Zwischenhändlern. Leider gibt es keinen perfekten Gasanbieter. Kein Gasanbieter ist über alle Tarife und Orte hinweg günstig. Verbraucher, die günstige Gaspreise bezahlen wollen, müssen vergleichen, um den besten Gastarif zu finden. Der Gaspreisvergleich im Internet – ein Kinderspiel.

2. Die richtige Tarifwahl

Gastarife setzen sich aus einem Grundpreis und einem Gaspreis (Verbrauchspreis) zusammen. Der Gaspreis berechnet sich aus Cent pro Kilowattstunde. Daraus ergibt sich die folgende Regel: Singles mit geringem Gasverbrauch oder auch Paare, die das Gas nur zum Kochen verwenden, sind mit einem niedrigen Grundpreis und dafür etwas höherem Gaspreis am besten beraten. Verbraucher, die viel Gas benötigen und auch mit Gas heizen, sollten einen höheren Grundbetrag wählen und dafür einen geringeren Gaspreis bevorzugen.

3. Der zukünftige Gaspreis

Verbraucher sollten in ihre Überlegung zum Gasanbieterwechsel auch mögliche Preissteigerungen und Preisgarantien miteinbeziehen. Lieber eine Niedrigpreisgarantie für 12 Monate als für 6 Monate. Manche Anbieter sind zudem dafür bekannt, dass nach der Phase der Preisgarantie eine deftige Preiserhöhung folgt. Wenn Sie nicht zum regelmäßigen Gasanbieterwechsel bereit sind, sollten vorhersehbare Preiserhöhungen unbedingt in Ihre Entscheidung miteinbezogen werden.

4. Die Vertragslaufzeit

Lange Vertragslaufzeiten machen den Kunden gegenüber Preiserhöhungen für Gas machtlos. Verbraucher sollten immer kurze Vertragslaufzeiten bevorzugen. Perfekt ist beispielsweise eine monatliche Kündigungsfrist.

Sollten Sie nach weniger als 12 Monaten den Gasanbieter wechseln wollen, müssen Sie bedenken, dass Ihnen dadurch die Wechselprämie verloren geht.

5. Die Zahlungsmodalitäten

Einige Gasanbieter unterscheiden sich sehr in den Möglichkeiten der Zahlung. Und nicht jede Zahlungsweise ist für den Gas-Kunden ideal. Unbedenklich und fair für den Verbraucher sind monatliche Gaszahlungen. Ebenfalls annehmbar sind eine zweimonatige Rechnungsstellung oder eine quartalsweise Gas-Rechnung. Stark hinterfragen sollten Sie alle Angebote von Gaslieferanten, die Kaution oder Vorkasse verlangen. Zum Einen entgehen Ihnen durch die Vorauszahlung Zinsen, zum Anderen ist es für Sie oftmals sehr schwierig Ihr Geld zurückzufordern, falls Probleme mit der Gasversorgung entstehen.

6. Die Wechselprämie

Die Wechselprämie ist eine Prämie, die der neue Gasanbieter für Sie als Neukunden bereit ist zu zahlen. Wechselprämien bis 120 Euro sind beim Gasanbieterwechsel keine Seltenheit. Die Wechselprämie wird allerdings vom Gasanbieter erst nach 12 Monaten Treue bezahlt. Unser Tipp: Suchen Sie sich die Liste mit den günstigsten Gasanbieter Ihrer Postleitzahl aus, wechseln Sie zu dem günstigsten Anbieter mit Wechselprämie, bleiben Sie mindestens 12 Monate und kassieren Sie dadurch die Wechselprämie. Verbraucher, die im Laufe der Zeit noch mehr sparen möchten, wiederholen nach einem Jahr den Gasanbietervergleich.

Durch einen regelmäßigen Wechsel des Gasanbieters kann der Verbraucher dank Wechselprämie und günstigerem Tarif langfristig eine Menge Geld sparen. Verbraucher, denen ein regelmäßiger Gasanbieterwechsel zu stressig ist, sollten zumindest einmal einen Gaspreisvergleich vornehmen. Hierbei sollten Sie ebenfalls auf das Angebot ohne Wechselprämie achten, denn dieses gilt ab dem zweiten Jahr. Auch ohne Wechselprämie sollte sich in diesem Fall der Wechsel für den Verbraucher lohnen.

7. Die Werbeprämie

Einige Gasanbieter setzen auch auf Werbeprämien. Hintergrund: Der Großteil der Verbraucher scheut den Wechsel des Gasanbieters, da Aufwand und Risiko oftmals falsch eingeschätzt werden. Diese Zielgruppe gilt es für günstige Gasanbieter zu erschließen. Verbraucher mit positiven Erfahrungen können im Familien- und Freundeskreis berichten, für günstige Gaspreise werben und bei einer Vermittlung eine Werbeprämie kassieren. Über die Höhe der Werbeprämie sollten Sie sich vorher beim neuen Gasanbieter erkundigen. Ratsam bleibt, keinen zum Gasanbieterwechsel zu drängen oder zu überreden.

8. Die Daten variieren

Die Tarifrechner im Internet zeigen nach Eingabe der Postleitzahl und des Verbrauchs den günstigsten Tarif für Sie an. Sie sind sich dennoch unsicher ob der Tarif, den Ihnen der Gastarifrechner anzeigt, auch wirklich der günstigste Gastarif ist? Spielen Sie ein wenig mit den eingegebenen Daten und variieren Sie den Verbrauch marginal. Wird ein anderer Gastarif empfohlen, wenn Sie 5.000 Kilowattstunden anstatt 4.500 Kilowattstunden als Gasverbrauch angeben? Ist der erste Tarifvorschlag weiterhin bei den Top-Ergebnissen gelistet, können Sie sich sicher sein einen für Sie idealen Gastarif gefunden zu haben.

9. Die Versorgungspflicht

In Deutschland herrscht eine Versorgungspflicht. Das bedeutet für Sie als Endverbraucher, dass Sie zu keinem Zeitpunkt des Wechsels Gefahr laufen ohne Gaslieferant dazustehen. Der populärste Gasanbieter in Ihrer Region ist verpflichtet Sie mit Gas zu versorgen. Die Preise dieses Gasanbieters müssen allerdings nicht die Günstigsten für Sie sein.

10. Die benötigten Unterlagen

Diese Unterlagen benötigen Sie für einen Gasanbieterwechsel:

Ihre Bankverbindung und die letzte Rechnung des Gasanbieters mit

- dem Namen Ihres jetzigen Gasanbieters,

- der Kundennummer,

- Ihrer Zählernummer (und den Zählerstand),

- Ihrem derzeitigen Gasverbrauch.

Für einen ersten, spontanen Gaspreisvergleich reichen auch Durchschnittswerte. In der Tabelle finden Sie geschätzte Gas-Verbrauchswerte in Abhängigkeit von Ihrer Wohnsituation:

Haushaltsgröße Verbrauch in kWh / Jahr
 Wohnung 30 m²  3.000
 Wohnung 50 m²  5.000
 Wohnung 70 m²  8.000
 Wohnung 100 m²  12.000
 Reihenhaus  20.000
 Einfamilienhaus  35.000

 

11. Die Rechnung

Werfen Sie auch nach dem Gasanbieterwechsel ab und zu einen Blick auf Ihre Rechnung und vergleichen Sie regelmäßig die Gaspreise im Internet.

Ein Hinweis über die Höhe des Einsparungspotentials: Durchschnittlich liegt die Ersparnis durch den Gasanbieterwechsel bei 300 Euro. Die Höhe der Ersparnis kann aber je nach Region stark schwanken. Insbesondere in den Städten und in anderen Ballungsregionen sind die Anzahl der Gasanbieter und damit die Konkurrenz sehr hoch. Das macht sich auch in den Preisen bemerkbar, denn hier können Gas-Kunden besonders stark von einem Wechsel des Gasanbieters profitieren. Trotzdem kann sich auch auf dem Land ein Gasanbieterwechsel für Sie lohnen.

Ein Tipp zum Schluss: Wichtige Unterlagen immer abspeichern

Vertragsunterlagen und Informationsmaterial sind für Sie als Kunden wichtig, damit Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt Konditionen und Leistungsversprechen nachweisen können. Standardmäßig sollten Verbraucher folgende Unterlagen abspeichern:

- Das ausgefüllte Auftragsformular.

- Die AGB des Anbieters.

- Informationen zu Bonuszahlungen, Prämien und Preisen.

Hier kann unter Umständen ein Screenshot (ein Bildschirmfoto) helfen, heutige Versprechen über Prämien oder Boni zukünftig zu beweisen. Dafür mit Steuerung und Drucktaste (Strg + Druck) ein Foto des Bildschirms in die Zwischenablage kopieren und dann in ein Bildbearbeitungsprogramm einfügen und abspeichern. Als Programm können Sie beispielsweise Microsoft Paint (Programme à Zubehör) oder auch PowerPoint wählen.

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