Gaspreise: Alle Gastarife kostenlos im Gaspreisvergleich

Gaspreise

Brennpunkt Gaspreise

Nicht erst seit der Liberalisierung der deutschen Energiemärkte sind die hiesigen Gaspreise im aufmerksamen Blick der Verbraucher. Gas wird längst nicht mehr als selbstverständliche und unveränderbare Ressource wahrgenommen, sondern als preislich schwankende Ware, die Marktgesetzen unterliegt und vom Verbraucher frei gewählt werden kann. Trotz des mittlerweile immensen Angebots an Gasanbietern und Gastarifen in Deutschland ist ein nahezu konstanter Anstieg der Preise zu beobachten. Deshalb ist das Reizthema Gas immer wieder Teil öffentlicher und politischer Debatten. Wie sich der Gaspreis in Deutschland konkret errechnet, warum ein stetiger Preisanstieg zu verzeichnen ist und worauf dieser Trend im Einzelnen zurückzuführen ist, erschließt sich nur den wenigsten Verbrauchern. Deshalb informiert Sie GasAuskunft im Folgenden über die Zusammensetzung des Gaspreises sowie zur Preisentwicklung der letzten Jahre.

 

Zusammensetzung des Gaspreises

In Deutschland wird weniger als ein Fünftel des Gasbedarfs aus heimischer Produktion gedeckt - der Großteil wird aus dem Ausland, vorwiegend aus Russland, Norwegen und den Niederlanden importiert. Deshalb unterliegen die deutschen Energieversorger als Erdgas-Abnehmer in hohem Maße internationalen Markteinflüssen, die von Zeit zu Zeit auch immer wieder zum Politikum werden. Internationale Pipeline-Projekte und Gaskooperationen stehen genau wie die Marktdominanz einzelner Unternehmen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa im Blickpunkt. Was die Zusammensetzung des hiesigen Gaspreises anbelangt, so machen die Beschaffungs- bzw. Importkosten einen Großteil der finanziellen Belastung für die deutschen Energieversorger aus. Rund 35 Prozent der Erlöse fließen direkt an die jeweiligen Gasproduzenten zurück. Hinzu kommen weitere Kosten für Transport, Verteilung und Vertrieb. Ein entscheidender Teil des Gaspreises wird zudem von staatlichen Abgaben bestimmt. Umsatzsteuer, Erdgassteuer sowie die Konzessions- und Förderabgabe belasten die Tarife für den Endkunden zu rund 28 Prozent. In der Vergangenheit wurden viele Preiserhöhungen der Gasanbieter mit der Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis begründet. Die aus den 1960er Jahren stammende Ölpreisbindung war eine brancheninterne Vereinbarung zwischen Produzenten und Importeuren, die bewirkte, dass sich der Gaspreis mit einer mehrmonatigen Verzögerung jeweils an den Ölkurs anpasste. Mittlerweile ist die Ölpreisbindung durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom März 2010 für unwirksam erklärt worden. Seither folgt der Gasmarkt eigenen Gesetzmäßigkeiten und entsprechende Klauseln in den Gaslieferverträgen der Versorger sind nichtig.

 

Entwicklung der Gaspreise

Trotz der Öffnung des Marktes hat sich der Gaspreis für den Endkunden während der letzten zehn Jahre nahezu verdoppelt. Hauptursache ist die drastische Erhöhung der Beschaffungskosten. So sind die finanziellen Belastungen deutscher Energieversorger für Import und Transport seit dem Jahr 2006 um mehr als 40 Prozent gestiegen. Aufgrund dessen sind die Erdgasimporte Deutschlands in den letzten Jahren zwar leicht zurückgegangen, dies hat jedoch nicht zu preislichen Entlastungen für die Verbraucher geführt. Im Gegenteil, die Gaspreise sind innerhalb der letzten Jahre trotz zwischenzeitlicher Senkungen ingesamt konstant gestiegen. Dass dies regelmäßig gerade zu Beginn kostenintensiver Heizperioden geschieht, verärgert viele Gaskunden. Glücklicherweise gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Gasanbietern auf dem deutschen Markt, so dass Verbrauchern die freie Wahl zwischen diversen Preismodellen offen steht. Um unnötig hohe Kosten zu vermeiden und einen maximal günstigen Gaspreis zu erzielen, ist allerdings der Durchblick im Dickicht des Tarifdschungels gefragt.

 

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